Périodiques

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    La liste des périodiques exploités pour la base de données de recherche GJZ 18 inclut le corpus du projet « Gelehrte Journale und Zeitungen » (projet de recherche en cours : 2011–2025) ainsi que ceux des deux projets antérieurs « Systematischer Index zu deutschsprachigen Rezensionszeitschriften des 18. Jahrhunderts » (IdRZ 18, durée du projet : 1987–2007) et « Index deutschsprachiger Zeitschriften » (IdZ 18, durée du projet : 1975–1986).

    Pour chaque périodique vous trouverez les données bibliographiques, et dans certains cas également des informations sur des aspects éditoriaux ainsi que sur les caractéristiques individuels du périodique. En plus chaque profil montre l'état actuel de l'exploitation et contient des analyses statistiques.


 


Zeitschrift
Die fränkischen Zuschauer bey gegenwärtigen besseren Aussichten für die Wissenschaften und das Schulwesen im Vaterlande : eine periodische Schrift zur Beförderung dieser guten Anfänge
Die fränkischen Zuschauer
Frankfurt; Leipzig : Sprenger
1772,Stück 1; 1773,Stück 1-4[?]
...
Hauptsacht. d. Mikrofiche-Ausg: Die fränkischen Zuschauer
Forts.: Litteratur des katholischen Deutschlands (ZDB-ID: 978849-9)
ID (PPN): 001914782
6027763    http://ld.zdb-services.de/resource/6027763
013464906
632568527    http://www.worldcat.org/oclc/632568527
320
Gelehrte Journale und Zeitungen der Aufklärung (GJZ 18, seit 2011)
Statistische Auswertung auf GJZ18-Datenbank
Bearbeitungsstand
Fächerverteilung

  • LITERÄR-, GELEHRTENGESCHICHTE / Bücherkunde / Kritische Journale und Schriften
    • Notation: Lit.4.3.
    • Häufigkeit: 13
  • LITERÄR-, GELEHRTENGESCHICHTE / Geschichte Gelehrter Anstalten: Akademien, Universitäten, Gelehrte Gesellschaften, Sprachgesellschaften
    • Notation: Lit.6.0.
    • Häufigkeit: 11
  • PÄDAGOGIK / Praktische Pädagogik / Schul-, Lehrbücher
    • Notation: Päd.4.7.
    • Häufigkeit: 7
  • PHILOLOGIE / Klassische und morgenländische Literatur: Texte und Kritik / Antike klassische Literatur / Klassische lateinische Literatur
    • Notation: Philol.4.1.2.
    • Häufigkeit: 3
  • PHILOSOPHIE / Theoretische Philosophie / Logik
    • Notation: Phil.2.1.
    • Häufigkeit: 3
  • PHILOSOPHIE / Praktische Philosophie / Rechtsphilosophie
    • Notation: Phil.3.1.0.
    • Häufigkeit: 3
  • PHILOLOGIE / Klassische und morgenländische Literatur: Texte und Kritik / Antike klassische Literatur / Klassische griechische Literatur
    • Notation: Philol.4.1.1.
    • Häufigkeit: 2
Profil
http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/ausgaben/uni_ausgabe.html?projekt=1323169874
Sprenger, Placidus (?) (Rezensent ; Herausgeber)
Die 1772 gegründeten "Fränkischen Zuschauer" erschienen lediglich in den Jahrgängen 1772 und 1773, obwohl das Unternehmen ambitioniert angelegt war: Im Vorbericht des ersten Stückes 1772 werden für dieses Jahr zwei Stücke in Aussicht gestellt und die Überlegung angeschlossen, ob "in den folgenden Jahren diese Anzahl beyzubehalten, oder zu vermehren sey" (Die Fränkischen Zuschauer, bey gegenwärtigen besseren Aussichten für die Wissenschaften, und das Schulwesen im Vaterlande. Eine periodische Schrift zur Beförderung dieser guten Anfänge, Bd. 1 (1772), [S. 5]). De facto erschien 1772 nur ein Stück, das 1773 – mit einem neuen, ausführlicheren Vorbericht versehen – als erstes Stück dieses Jahrgangs wiederabgedruckt wurde. Eigens für 1773 waren die Stücke zwei bis vier konzipiert. Weitere Jahrgänge der "Fränkischen Zuschauer" erschienen nicht, jedenfalls nicht unter diesem Titel. Ab 1775 wurde eine Nachfolgezeitschrift publiziert, die "Litteratur des katholischen Deutschlands, zu dessen Ehre und Nutzen".
berichtend
objektiv
In den "Fränkischen Zuschauern" werden weder Herausgeber noch Mitarbeiter namentlich genannt. Auch der Druckort wird – aus Angst vor Zensur durch die Würzburger Jesuiten – verschleiert (Wilhelm Forster: Die kirchliche Aufklärung bei den Benediktinern der Abtei Banz, 1950, S. 204-205). Nicht Würzburg, sondern die Messestädte Leipzig und Frankfurt sowie Erlangen erscheinen auf den Titelblättern. Aus einzelnen Artikeln geht aber hervor, dass die Zeitschrift ihren Ursprung im Benediktinerkloster Banz hat (Vgl. Thomas Habel: Gelehrte Journale und Zeitungen der Aufklärung. Zur Entstehung, Entwicklung und Erschließung deutschsprachiger Rezensionszeitschriften des 18. Jahrhunderts. Bremen 2007, S. 443) und in enger Verbindung mit dem Verleger Johann Jacob Stahel (1723-1789) entstand. Das zumindest legt der Umstand nahe, dass sich vor allem die ersten Rezensionen überwiegend mit Erscheinungen aus seinem Verlag auseinandersetzen. Da die "Fränkischen Zuschauer" als Vorläuferorgan der "Litteratur des katholischen Deutschlands" zu verstehen sind, ist in der Forschung vermutet worden, dass deren Herausgeber Placidus Sprenger (1735-1806) auch für die "Fränkischen Zuschauer" verantwortlich ist. Die Mitarbeiter sind wahrscheinlich ebenfalls überwiegend in den Reihen der Banzer Benediktiner zu suchen bzw. entstammen dem fränkischen Klerus. Einen Hinweis in diese Richtung gibt das Exemplar der "Fränkischen Zuschauer", das in der Staatsbibliothek Bamberg verwahrt wird. Eine anonyme Zuschrift an die Redaktion, die im 4. Stück des Jahrgangs 1773 abgedruckt wird und den Titel "Anweisung für die Schulmeister, wie sie die Episteln und Evangelien der Jugend in den Schulen erklären, und sie dadurch zur Anhörung der Predigt vorbereiten sollen" (S. 180-244) trägt, wird dort handschriftlich einem "Pfarrer Willm von Altenbanz" zugewiesen. Diese Konstellation hatte offensichtlich auch Fehlzuweisungen zur Folge: Am Ende des vierten Stückes 1773 findet sich eine Notiz, in der die Mitarbeit des Herrn Pater Herwig an den "Fränkischen Zuschauern" ausdrücklich dementiert (1773, St. 4, S. 244).
Die "Fränkischen Zuschauer" enthalten überwiegend umfangreiche, in sich geschlossene, nicht auf Fortsetzung angelegte Rezensionen (durchschnittlicher Umfang: ca. 20 S.), aber auch gelehrten Nachrichten und Beiträgen (ca. 70% Rezensionen, 20% gelehrte Nachrichten und 10% eigene Beiträge), wobei in den späteren Stücken die gelehrten Nachrichten ausführlicher werden und sich unter den eigenen Beiträgen auch Zuschriften an die Redaktion befinden. Alle Artikel, Rezensionen und Mitteilungen erscheinen anonym und sind eigens für die "Fränkischen Zuschauer" angefertigt worden. Übernahmen aus anderen Zeitschriften finden sich ebenso wenig wie Rezensionen von Schriften, die nicht auf Deutsch oder Latein verfasst sind; – zwei Grundätze, die zum Programm der Zeitschrift gehören: Die "Fränkischen Zuschauer" sind hauptsächlich auf Franken zugeschnitten und richten sich an ein einheimisches Publikum. Sie sprechen ausdrücklich den fränkischen Patrioten an (1772, [S. 3]) und haben es sich zur Aufgabe gemacht, dem "Vaterlande, [dem] […] so sehr geliebten Vaterlande […] eine periodische Schrift zum Besten der Literatur, und des guten Geschmacks" (ebd., [S. 1]) anzubieten. Dementsprechend fallen die Themenschwerpunkte der Zeitschrift aus: Hauptsächlich werden Schriften rezensiert, die in fränkischen Bildungsinstituten entstanden sind, aber auch – vor allem im ersten Stück – Produkte aus dem Verlagshaus Stahel. Ferner finden sich Artikel zu eben diesen Bildungsinstituten sowie zu Verbesserungen und Reformen in fränkischen Schulen und Hochschulen sowie Mitteilungen zum geistigen Leben Frankens.
Daneben stehen katholische Themen. In der Vorrede von 1772 wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass die "[p]rotestantischen Gelehrten […] den Weg gebahnet" (1772, [S. 1]) haben, den nun auch die "Fränkischen Zuschauer" beschreiten wollen. Somit ist diese Zeitschrift von Anfang an als katholischer Beitrag auf dem überwiegend protestantisch beherrschten Zeitschriftenmarkt gedacht. Zu diesem Zweck werden dezidiert katholische Schriften rezensiert sowie Artikel über Reformen in kirchlichen Bildungseinrichtungen und über die Vermittlung von theologischen Bildungsinhalten veröffentlicht. In der Vorrede von 1773 heißt es hierzu: "Aus den protestantischen Schriftenstellern wählen wir bloß diejenigen, deren Kenntniß oder Lectur für unser Publikum interessant oder wichtig ist" (1773, St. 1, [S. 3]).
Trotz ihrer konfessionellen Ausrichtung bemüht sich die Zeitschrift um objektive Bewertungen. Die Mehrzahl der Rezensionen beurteilt ihre Gegenstände neutral.
Vor allem die eigenen Beiträge der "Fränkischen Zuschauer" haben ausdrücklich literarischen Anspruch. So arbeitet beispielsweise der Aufsatz "Meine Gedanken über die fränkischen Kirchengesänge" (1772, S. 76-104) mit einer Art Rahmenerzählung und bettet die Gedanken über die Kirchgesänge in ein (fiktives) Tischgespräch ein. Das "Gespräch im Reiche der Todten, zwischen Charon, Priscian einem lateinischen Landschulmeister, M. La Roche der französischen Sprachmeisterinn und dem P. Emmanuel Alvarus" (1773, St. 3, S. 43-66) wiederum ist ganz und gar als fiktiver Dialog gehalten, der überdies auch satirisch-ironische Züge aufweist.
Trotz kurzem Erscheinungsverlauf riefen die "Fränkischen Zuschauer" bereits bei den Zeitgenossen literarisch-polemische Reaktionen hervor. Auskunft hierüber gibt das vierte Stück des Jahrgangs 1773, dem statt einer Vorrede ein Schreiben an den Herausgeber der "Schaubühne auf welcher die Fränkischen Zuschauer in ihrer Blöße vorgestellt werden" ([Johann Georg Friedrich Franz]: Schaubühne auf welcher die Fränkischen Zuschauer in ihrer Blöße vorgestellt werden, Frankfurt und Leipzig 1773) vorangestellt ist. Diese Schrift, die gegen die "Fränkischen Zuschauer" polemisiert, war 1773 publiziert worden. Ihr Herausgeber war der Leipziger protestantische Theologe und Mediziner Johann Georg Friedrich Franz (1737-1789) (zu diesem vgl.: Friedrich August Weiz: Das gelehrte Sachsen. Leipzig 1780, S. 62-64). Der Verfasser des Schreibens, der sich seinerseits kritisch über die "Schaubühne" äußert, kann nicht identifiziert werden. Er bleibt bewusst anonym und unterschreibt mit "N. N." (1773, St. 4, S. 34). Er gibt lediglich seine Herkunftsregion "Niedersachsen" an und datiert den Brief auf den 22. Juli 1773. Als Nachfolgeorgan der "Fränkischen Zuschauer" ist die "Litteratur des katholischen Deutschlands" anzusehen.
1.1772 - 4.1773
vierteljährlich
zwischen 50 und 100 S. pro Stück
(dieser Umfang wird durch das letzte Stück übertroffen, das untypischer Weise über 200 S. aufweist)
Eine Rezension ist durchschnittlich ca. 20 S. lang.
5389
Staatsbibliothek Bamberg 22/Eph.lit.o.116
Wilhelm Forster: Die kirchliche Aufklärung bei den Benediktinern der Abtei Banz im Spiegel ihrer von 1772-1798 herausgegebenen Zeitschrift. In: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktiner-Ordens und seiner Zweige 62 (1950), S. 172-233 und Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktiner-Ordens und seiner Zweige 64 (1952), S. 110-233.
Thomas Habel: Gelehrte Journale und Zeitungen der Aufklärung. Zur Entstehung, Entwicklung und Erschließung deutschsprachiger Rezensionszeitschriften des 18. Jahrhunderts. Bremen 2007, S. 443.
Jochen Krenz: Konturen einer oberdeutschen kirchlichen Kommunikationslandschaft des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Bremen 2012, S. 125-132.
Antonie Magen
2016-12-19