Zeitschriften

Zeitschriftenkorpus

Allgemeine Informationen...

Das Verzeichnis der Zeitschriften, die für die Forschungsdatenbank GJZ 18 erschlossen wurden bzw. werden, umfasst das Korpus des Projekts "Gelehrte Journale und Zeitungen" (Laufzeit 2011–2025) wie auch jene der beiden Vorgängerprojekte "Systematischer Index zu deutschsprachigen Rezensionszeitschriften des 18. Jahrhunderts" (IdRZ 18, Laufzeit 1987–2007) und "Index deutschsprachiger Zeitschriften" (IdZ 18, Laufzeit 1975–1986).

Zu jeder Zeitschrift finden Sie die bibliographischen Angaben, teilweise ergänzt durch Ausführungen zur Publikationsgeschichte und Charakteristik, sowie die Dokumentation des Bearbeitungsstandes und statistische Auswertungen.


 


Zeitschrift
Hier finden Sie die in der Zeitschriftendatenbank (ZDB) hinterlegten bibliographischen Informationen zur Zeitschrift. Das Pluszeichen weist auf das Vorhandensein weiterer ausklappbarer Angaben hin.
Litteratur des katholischen Deutschlands
Literatur des katholischen Deutschlands
zu dessen Ehre und Nutzen
Koburg : Ahl
Coburg : Ahl, anfangs
1.1775/77(1776) - 8.1787/88(1788)
...
Zusatz anfangs: zu dessen Ehre und Nutzen
Vorg.: Die fränkischen Zuschauer bey gegenwärtigen besseren Aussichten für die Wissenschaften und das Schulwesen im Vaterlande (ZDB-ID: 602776-3)
Forts.: Auserlesene Litteratur des katholischen Deutschlands (ZDB-ID: 977389-7)
ID (PPN): 001914936 Zitierlink in Zwischenablage kopiert
978849-9   https://ld.zdb-services.de/resource/978849-9
015186334
224657806    https://www.worldcat.org/oclc/224657806
336
Gelehrte Journale und Zeitungen der Aufklärung (GJZ 18, seit 2011)
Statistische Auswertung auf GJZ18-Datenbank
Bearbeitungsstand
Fächerverteilung

  • THEOLOGIE / Systematische Theologie / Verteidigungs- und Angriffsschriften / Kontroversen innerhalb des Katholizismus
    • Notation: Theol.3.2.4.1.
    • Häufigkeit: 63
  • LITERÄR-, GELEHRTENGESCHICHTE / Geschichte Gelehrter Anstalten: Akademien, Universitäten, Gelehrte Gesellschaften, Sprachgesellschaften
    • Notation: Lit.6.0.
    • Häufigkeit: 57
  • THEOLOGIE / Systematische Theologie / Verteidigungs- und Angriffsschriften / Verschiedenes, Wunder, Teufel
    • Notation: Theol.3.2.9.
    • Häufigkeit: 55
  • LITERÄR-, GELEHRTENGESCHICHTE / Bücherkunde / Kritische Journale und Schriften
    • Notation: Lit.4.3.
    • Häufigkeit: 49
  • VERMISCHTE SCHRIFTEN / Sammelrezensionen, -ankündigungen, kulturelle Nachrichten
    • Notation: Verm.5.0.
    • Häufigkeit: 42
  • LITERÄR-, GELEHRTENGESCHICHTE / Gelehrtengeschichte, Biographien, Nekrologe / Einzelbiographien, Autobiographien
    • Notation: Lit.3.2.
    • Häufigkeit: 29
  • LITERÄR-, GELEHRTENGESCHICHTE / Gelehrtengeschichte, Biographien, Nekrologe / Lebenszeugnisse
    • Notation: Lit.3.3.
    • Häufigkeit: 25
Profil
Hier finden Sie detaillierte Angaben zur Zeitschrift, die von den Mitarbeiter*innen des Projektes im Zuge ihrer Arbeit gewonnen wurden. Es handelt sich um Erkenntnisse über Herausgeberschaft, Mitarbeiterstab, Vernetzung, Publikationsgeschichte und Programmatik der Zeitschrift. Daneben werden spezifische Interessen benannt, Stil und Art der Rezensionen und Beiträge charakterisiert und auch Übernahmen aus anderen Zeitschriften aufgeführt.
http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/ausgaben/uni_ausgabe.html?projekt=1323169874
Sprenger, Placidus (Rezensent ; Herausgeber)
Schwarz, Ildephons (Rezensent ; Herausgeber)
Wie aus der Vorrede hervorgeht, ist es das Ziel der "Litteratur des katholischen Deutschlands" über Franken, das noch für die "Fränkischen Zuschauer" der zentrale Rezeptionsraum war, als Wirkungskreis hinauszugehen (Litteratur des katholischen Deutschland, Bd. 1, [S. 1]). Vielmehr richtet sich die neue Zeitschrift an ein allgemeineres katholisches Publikum im oberdeutschen Raum. Sie spricht die sogenannten "katholischen Patrioten" an (ebd.) und versteht sich ausdrücklich als konfessionell geprägte Stimme auf dem von protestantischen Journalen geprägten Zeitschriftenmarkt (ebd. [S. 7]), mit europäischer Dimension (ebd., [S. 19]). Entsprechend dieser Ausrichtung stehen Rezensionen von Neuerscheinungen katholischer Schriftsteller im Vordergrund [ebd., [S. 8]), ohne dass freilich rein theologische Themen überwiegen würden. Im Gegenteil: Die "Litteratur des katholischen Deutschlands" hat einen enzyklopädischen Anspruch und will idealerweise alle thematischen Bereiche abdecken (hierzu: Habel, S. 443). Neben den Rezensionen bilden die Nachrichten aus gelehrten katholischen Einrichtungen den zweiten Schwerpunkt (Litteratur des katholischen Deutschland, Bd. 1, [S. 9]).
berichtend
objektiv
Initiiert wurde die "Litteratur des katholischen Deutschlands" von den Benediktinern des Klosters Banz. Aus ihren Reihen rekrutierten sich die meisten Beiträger. Auch die Herausgeber sind mit Placidus Sprenger (1735-1806) und Ildephons Schwarz (1752-1794) an diesem Ort angesiedelt. (vgl. Thomas Habel: Gelehrte Journale und Zeitungen der Aufklärung. Zur Entstehung, Entwicklung und Erschließung deutschsprachiger Rezensionszeitschriften des 18. Jahrhunderts. Bremen 2007, S. 443).
Die Zeitschrift wurde in den Jahren zwischen 1775 und 1788 in acht Bänden veröffentlicht. Jeder Band setzt sich aus vier Stücken zusammen. Die Zeitschrift ist das Nachfolgeorgan der "Fränkischen Zuschauer" und wurde von der "Auserlesenen Litteratur des katholischen Deutschlands" abgelöst. Auch innerhalb ihres eigenen Erscheinungsverlaufs kam es zu einer Titeländerung: Seit 1786 wurde der Untertitel gestrichen, dafür veränderte sich der Haupttitel zu "Neue Litteratur des katholischen Deutschlands".
Neben die katholische Identität tritt aber auch ein ausgeprägtes aufgeklärtes bzw. wissenschaftlich-aufklärerisches Selbstverständnis, das sich nicht nur in einem Toleranz-Gedanken gegenüber protestantischen Schriftstellern und Gelehrten äußert, deren beste Produkte in der "Litteratur des katholischen Deutschlands" ebenfalls vorgestellt werden, zumindest überblicksartig (ebd., [S. 10]). Schwerer wiegt hier, dass das Journal ausdrücklich auf die Objektivität seiner Besprechungen Wert legt, mit deren Hilfe der Leser selbst an ein Urteil herangeführt werden soll (Litteratur des katholischen Deutschlands, Bd. 1, [S. 20]). In diesem Kontext ist es nicht unwichtig, dass die Zeitschrift von vornherein auf Zusendungen von Verlagen spekuliert (ebd., [S.21]), die Titel aus ihren Programmen rezensiert wissen möchten. Damit betont die "Litteratur des katholischen Deutschlands" deutlich ihre kommunikativen Aufgaben. Sie versteht sich in erster Linie als Sprachrohr und Vermittlungsorgan und definiert sich weniger durch einem bestimmten, fixierten Inhalt. De facto hat sich eine solche Zusammenarbeit offenbar mit dem Verleger Stahel aus Würzburg ergeben. Jedenfalls finden sich auffallend häufig Besprechungen von bei ihm verlegten Werken.
1.1775 - 8. 1788
vierteljährlich
ca. 600 S. pro Jahrgang
90279107
4485
BSB München: H.lit.p. 220
Thomas Habel: Gelehrte Journale und Zeitungen der Aufklärung. Zur Entstehung, Entwicklung und Erschließung deutschsprachiger Rezensionszeitschriften des 18. Jahrhunderts, Bremen 2007.
Jochen Krenz: Konturen einer oberdeutschen kirchlichen Kommunikationslandschaft des ausgehenden 18. Jahrhunderts, Bremen 2012, S. 125-132.
Antonie Magen
2016-12-13