Periodicals

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    The list of periodicals, which were, respectively are being indexed for the GJZ 18-database, includes the periodicals indexed by the project " Scholarly Journals and Newspapers" (project duration 2011–2025) as well as those of the two previous Göttingen academy projects "Systematic Index of German-language Review Journals" (IdRZ 18, project duration 1987–2007) and "Index of German-language Periodicals" (IdZ 18, project duration 1975–1986).

    For each periodical you will find bibliographical data, completed, if available, by information on its publishing history and its individual characteristics. Each page equally offers information about the current state of progress and data from statistical analysis.


 


Zeitschrift
Neue Bibliothec Oder Nachricht und Urtheile von neuen Büchern Und allerhand zur Gelehrsamkeit dienenden Sachen
Bibliothek Urteile
Neue Bibliothek oder Nachricht und Urteile von neuen Büchern und allerhand zur Gelehrsamkeit dienenden Sachen
Franckfurt; Leipzig; [Halle] : Renger
St. 1.1709 - 100.1721; damit Ersch. eingest
...
Hauptsacht. teils: Neue Bibliothek oder Nachricht und Urteile von neuen Büchern und allerhand zur Gelehrsamkeit dienenden Sachen
ID (PPN): 001915002
3124253    http://ld.zdb-services.de/resource/3124253
01191808X
9022230X  VD18-Suche:9022230X
42596024    http://www.worldcat.org/oclc/42596024
208
Index deutschsprachiger Rezensionszeitschriften (IdRZ 18, 1987-2007);
Gelehrte Journale und Zeitungen der Aufklärung (GJZ 18, seit 2011), Nacherschließung einzelner Bände
Statistische Auswertung auf GJZ18-Datenbank
Bearbeitungsstand
Fächerverteilung

  • LITERÄR-, GELEHRTENGESCHICHTE / Bücherkunde / Kritische Journale und Schriften
    • Notation: Lit.4.3.
    • Häufigkeit: 280
  • LITERÄR-, GELEHRTENGESCHICHTE / Gelehrtengeschichte, Biographien, Nekrologe / Einzelbiographien, Autobiographien
    • Notation: Lit.3.2.
    • Häufigkeit: 247
  • PHILOLOGIE / Klassische und morgenländische Literatur: Texte und Kritik / Antike klassische Literatur / Klassische lateinische Literatur
    • Notation: Philol.4.1.2.
    • Häufigkeit: 102
  • GESCHICHTE / Biographien, Familiengeschichten, Genealogien / Individualbiographien
    • Notation: Gesch.3.2.
    • Häufigkeit: 98
  • LITERÄR-, GELEHRTENGESCHICHTE / Geschichte Gelehrter Anstalten: Akademien, Universitäten, Gelehrte Gesellschaften, Sprachgesellschaften
    • Notation: Lit.6.0.
    • Häufigkeit: 76
  • VERMISCHTE SCHRIFTEN / Allgemeine Werke / Vermischte Schriften mehrerer Verfasser, Periodika
    • Notation: Verm.1.2.
    • Häufigkeit: 73
  • THEOLOGIE / Kirchengeschichte / Frühchristentum, Kirchenväter
    • Notation: Theol.6.1.0.
    • Häufigkeit: 66
Profil
http://gdz.sub.uni-goettingen.de/dms/load/toc/?PID=PPN723783357
Türck, Wilhelm (Rezensent ; Herausgeber, St. 1–12, 1709-1710)
Gundling, Nicolaus Hieronymus (Rezensent ; Herausgeber, St. 13–40, 1710-1715)
Boysen, Peter Adolph (Rezensent ; Herausgeber, St. 40-61, 1715-1717)
Heumann, Christoph August (Rezensent/Beiträger)
Salig, Christian August (Rezensent/Beiträger)
Schmauß, Johann Jakob (Rezensent/Beiträger)
Die "Neue Bibliothec" gehört zu den ersten klassischen deutschsprachigen Rezensionszeitschriften und wandte sich ausschließlich der aktuellen Buchproduktion zu. Über die Herausgeber Türck, Gundling und Boysen hinweg war die unter Zeitgenossen auch als "Hallesche Neue Bibliothek" bekannte Zeitschrift für ihre kritische Beurteilungspraxis berüchtigt und scheint damit überaus erfolgreich gewesen zu sein. Dies ist einerseits ihrer Langlebigkeit abzulesen sowie andrerseits den heutigen üppigen Beständen in deutschen Bibliotheken, wobei sie auch in den Bibliothekskatalogen Frankreichs, Großbritanniens, Italiens, Österreichs, der Schweiz, Dänemarks und Schwedens nachzuweisen ist. Im preußischen Halle, wo die Zensur deutlich lockerer gehandhabt wurde als im sächsischen Leipzig und das ohnehin streitbare Geister anzog, hatte das Journal in unmittelbarer Nähe von Christian Thomasius, der das erste Titelkupfer der "Neuen Bibliothec" zierte, ein dankbares Umfeld gefunden. Ab 1717 mit dem 60. Stück und mit dem Ende der Herausgeberschaft durch Peter Adolph Boysen veränderte sich die Programmatik der Zeitschrift vollständig. Es werden nur noch unter der Rubrik "Teutsche Bibliotheck" eigene Rezensionen verfasst, den Hauptteil machten Inhalte von Rezensionen und Anzeigen der bekanntesten europäischen Journale aus, die in deutscher Übersetzung zusammengefasst und den Lesern so zugänglich gemacht wurden. Möglicherweise resultierte dieser programmatische Wechsel auch aus einer Konkurrenzsituation mit zwei zeitgleich erscheinenden Zeitschriften, dem von Johann Gottlieb Krause und später von Johann Georg Walch herausgegebenen "Neuen Bücher-Saal der gelehrten Welt" und den von Justus Gotthard Rabener herausgegebenen "Deutschen Acta Eruditorum". Beiden Zeitschriften stand die "Neue Bibliothec" kritisch gegenüber. Von einer Beziehung zu der ab 1718 publizierten "Abgesonderten Bibliothec und zur Vermischten Bibliothec", an denen auch Johann Jakob Schmauß beteiligt war, kann ausgegangen werden. Mit dem neuen Konzept der Übernahme aus anderen fremdsprachigen Journalen stand die "Neue Bibliothec" jedoch wiederum in direkter Konkurrenz zu Johann Gottlieb Krauses im Jahr 1715 gegründeten "Neuen Zeitungen von Gelehrten Sachen", die schließlich den längeren Atem hatten, da sie bis 1784 weiter publiziert wurden. Die "Neue Bibliothec" hingegen wurde 1721 kommentarlos eingestellt.
kritisch
polemisch
ab 1717 berichtend, mit vielen Übernahmen
Die "Neue Bibliothec" bestand bis 1717 überwiegend aus umfangreichen Rezensionen von größtenteils aus Deutschland stammenden Büchern. Daneben finden sich aber auch Werke aus den Niederlanden, Italien und England. Die Rezensionen waren anonym verfasst und für die damaligen Verhältnisse überaus kritisch. Ausdrücklich wird von einer "Nothwendigkeit einer Critisierung der neu herauskommenden Bücher und Schrifften" in Anbetracht einer zunehmenden Unübersichtlichkeit des Buchmarktes gesprochen. Es finden sich diverse Vorreden, Beiträge, Repliken und Antikritiken, sogar selbstkritische Einschätzungen, die durchaus als ein andauernder öffentlicher Kommentar zum Problem der Buchkritik und als Reflexion der eigenen Methoden und des Selbstverständnisses zu lesen sind. Es muss betont werden, dass die "Neue Bibliothec" mit diesem langjährigen Interesse an der Auseinandersetzung, auch mit dem eigenen Medium, eine Ausnahmeerscheinung blieb. Dass dieses Konzept nicht überall auf Gegenliebe stieß, lässt sich durch zahlreiche gegen die "Neue Bibliothec" gerichtete Streitschriften belegen. Zu den Themenschwerpunkten der Zeitschrift gehörten die philologische Textkritik und damit die Begutachtung der Editionen der klassischen lateinischen und griechischen Literatur, die frühchristliche Kirchengeschichte und die protestantische Dogmatik. Mit dem Jahr 1717 dominierten bis zur Einstellung der Zeitschrift 1721 Übernahmen aus der "Republyk der Geleerden", den "Maendelyke uittreksels, of Boekzael der geleerde werelt", den "Nouvelles Litteraires", den "Mémoires pour l'histoire des sciences et des beaux arts", dem "Journal des sçavans", dem "Journal litéraire", dem "L'Europe savante", den "Nouvelles de la Republique des Lettres", dem "Giornale de' Letterati", den "Philosophical transactions", der "Acta Eruditorum" und den "Miscellanea Lipsiensia".
Frankfurt, Leipzig [eig. Halle]: Renger 1709–1721.
St. 1–100 + Nachlese 1–10 (= Bd. 1–12)
monatlich
ca. 90 S. pro Monat
ca. 900 S. pro Band
überwiegend umfangreiche Rezensionen
ausführliches Autoren- und Sachregister
9022230X
22
SUB Göttingen 8 EPH LIT 144/5
Wiebke Hemmerling: Versprochene Früchte, leere Schalen. Zur Journaldebatte des frühen 18. Jahrhunderts in Deutschland, in: Scientia Poetica, 15 (2011), S. 115–153.
Wiebke Hemmerling: Totschlag mit der Feder? Zur Kontroverse um das anonyme Rezensionswesen in der deutschen Frühaufklärung, in: Frauke Berndt und Daniel Fulda (Hrsg.): Die Sachen der Aufklärung, Hamburg: Meiner 2012, S. 163–169.
Wiebke Hemmerling: Heumann contra Türck, Gundling und Gottsched. Ausschnitte früher öffentlicher Streitkultur in Rezensionszeitschriften, in: Martin Mulsow, Kasper Eskildsen und Helmut Zedelmaier (Hrsg.): Christoph August Heumann. Stile und Themen frühaufklärerischer Gelehrsamkeit, Stuttgart: Steiner, 2017.
Wiebke Hemmerling
2017-01-04